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1. /A. Einstein Mein Weltbild-Buch.docOcr- ldn format Word 2000. doc ldn-knigi narod ru ldnleon@yandex ru

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März 2001

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Albert Einstein

Mein Weltbild

INHALT


I. WIE ICH DIE WELT SEHE ..............Wie ich die Welt sehe (7) • Vom Sinn des Lebens (10) • Der wahre Wert eines Menschen (10) • Vom Reichtum (10) • Gemeinschaft und Persönlichkeit (11) • Der Staat und das individuelle Gewissen (13) • Gut und Böse (14) . Religion und Wissenschaft (15) . Die Religiosität der Forschung (18) . Verlorenes Paradies (19) • Die Notwendigkeit der ethischen Kultur (19) • Faschismus und Wissen­schaft (20) • Von der Freiheit der Lehre (21) • Neuzeitliche Inquisitionsmethoden (22) • Erziehung zu selbständigem Denken (23) • Erziehung und Erzieher (24) • An japanische Schulkinder (24) • Lehrer und Schüler (25) • Die Davoser Hochschulkurse (25) • An­sprache am Grabe von H. A. Lorentz (27) • H. A. Lorentz' Tätig­keit im Dienst der Zusammenarbeit (27) • H. A. Lorentz als Schöpfer und als Persönlichkeit (29) • Josef Popper-Lynkeus (32) • Zum 70. Geburtstag von Arnold Berliner (33) • Gruß an George Bernard Shaw (34) • Bertrand Russell und das philosophische Denken (35) . Die Interviewer (40) • Glückwunsch an einen Kri­tiker (41) . Meine ersten Eindrücke in Nordamerika (41) • Antwort an amerikanische Frauen (45)

II. POLITIK UND PAZIFISMUS. ............

Friede (46) • Zur Abschaffung der Kriegsgefahr (46) • Das pazi­fistische Problem (47) • Ansprache vor der Abrüstungsversammlung der Studenten (48) • Von der Dienstpflicht (50) • An Sigmund Freud (50) • Die Frauen und der Krieg (52) . Drei Briefe an Friedensfreunde (52) • Aktiver Pazifismus (54) • Ein Abschied (55) • Zur Frage der Abrüstung (56) • Zur Abrüstungskonferenz von 1932 (57) • Amerika und die Abrüstungskonferenz von 1932 (62) • Vom Schiedsgericht (64) • Die Internationale der Wissenschaft (64) • Von den Minderheiten (66) • Deutschland und Frankreich (66) • Das Institut für geistige Zusammenarbeit (67) • Kultur und Wohlstand (68) • Krankheitssymptome des kulturellen Lebens (69) • Gedanken über die ökonomische Weltkrise (70) • Produktion und Kaufkraft (74) • Produktion und Arbeit (74) • Bemerkungen zur gegenwärtigen europäischen Situation (76) • Vom friedlichen Zusammenleben der Nationen (76) • Zur Sicherung des Menschen­geschlechtes (78) • Wir Erben (79)

III. IM KAMPF GEGEN DEN NATIONALSOZIALISMUS .... 81 Bekenntnis (81) • Briefwechsel mit der Preußischen Akademie der Wissenschaften (81) • Briefwechsel mit der Bayerischen Aka­demie der Wissenschaften (86) • Antwort auf eine Einladung (87)

IV. JÜDISCHE PROBLEME ............... 89

Jüdische Ideale (89) • Gibt es eine jüdische Weltanschauung? (89) • Christentum und Judentum (91) • Jüdische Gemeinschaft (91) • Antisemitismus und akademische Jugend (94) • Ansprachen über das palästinensische Aufbauwerk (95) • Arbeitendes Palästina (101) • Jüdische Gesundung (102) • Brief an einen Araber (102) • Über die Notwendigkeit des Zionismus (104) • Aphorismen für Leo Baeck (105)

V. WISSENSCHAFTLICHE BEITRÄGE . ........ 107

Prinzipien der Forschung (107) • Prinzipien der theoretischen Physik (110) • Zur Methodik der theoretischen Physik (113) • Geometrie und Erfahrung (119) • Was ist Relativitätstheorie? (127) • Über Relativitätstheorie (131) • Über die Entstehung der Allgemeinen Relativitätstheorie (134) • Das Raum-, Äther- und Feld-Problem der Physik (138) • Johannes Kopier (147) • Newtons Mechanik (151) . Maxwells Einfluß (159) • Das Flettner-Schiff (163) . Die Ursache der Mäanderbildung der Flußläufe (166) • Über wissenschaftliche Wahrheit (171) • Zur Erniedrigung des wissenschaftlichen Menschen (171)


ANMERKUNGEN DES HERAUSGEBERS - 174

7 I

WIE ICH DIE WELT SEHE



Wie merkwürdig ist die Situation von uns Erdenkindern! Für einen kurzen Besuch ist jeder da. Er weiß nicht wofür, aber manch­mal glaubt er, es zu fühlen. Vom Standpunkt des täglichen Lebens ohne tiefere Reflexion weiß man aber: man ist da für die anderen Menschen — zunächst für diejenigen, von deren Lächeln und Wohl­sein das eigene Glück völlig abhängig ist, dann aber auch für die vielen Ungekannten, mit deren Schicksal uns ein Band des Mit-fühlens verknüpft. Jeden Tag denke ich unzählige Male daran, daß mein äußeres und inneres Leben auf der Arbeit der jetzigen und der schon verstorbenen Menschen beruht, daß ich mich anstrengen muß, um zu geben im gleichen Ausmaß, wie ich empfangen habe und noch empfange. Ich habe das Bedürfnis nach Genügsamkeit und habe oft das drückende Bewußtsein, mehr als nötig von der Arbeit meiner Mitmenschen zu beanspruchen. Die sozialen Klassenunterschiede empfinde ich nicht als gerechtfertigt und letzten Endes als auf Ge­walt beruhend. Auch glaube ich, daß ein schlichtes und anspruchs­loses äußeres Leben für jeden gut ist, für Körper und Geist.

An Freiheit des Menschen im philosophischen Sinne glaube ich keineswegs. Jeder handelt nicht nur unter äußerem Zwang, sondern auch gemäß innerer Notwendigkeit. Schopenhauers Spruch: „Ein Mensch kann zwar tun, was er will, aber nicht wollen, was er will", hat mich seit meiner Jugend lebendig erfüllt und ist mir beim An­blick und beim Erleiden der Härten des Lebens immer ein Trost gewesen und eine unerschöpfliche Quelle der Toleranz. Dieses Be­wußtsein mildert in wohltuender Weise das leicht lähmend wir­kende Verantwortungsgefühl und macht, daß wir uns selbst und die ändern nicht gar zu ernst nehmen; es führt zu einer Lebensauffas­sung, die auch besonders dem Humor sein Recht läßt.

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Nach dem Sinn oder Zweck des eigenen Daseins sowie des Daseins der Geschöpfe überhaupt zu fragen, ist mir von einem objektiven Standpunkt aus stets sinnlos erschienen. Und doch hat andererseits jeder Mensch gewisse Ideale, die ihm richtunggebend sind für das Streben und für das Urteilen. In diesem Sinn ist mir Behagen und Glück nie als Selbstzweck erschienen (ich nenne diese ethische Basis auch Ideal der Schweineherde). Meine Ideale, die mir voranleuch­teten und mich mit frohem Lebensmut immer wieder erfüllten, wa­ren Güte, Schönheit und Wahrheit. Ohne das Gefühl von Überein­stimmung mit Gleichgesinnten, ohne die Beschäftigung mit dem Ob­jektiven, dem ewig Unerreichbaren auf dem Gebiet der Kunst und des wissenschaftlichen Forschens wäre mir das Leben leer erschienen. Die banalen Ziele menschlichen Strebens: Besitz, äußerer Erfolg, Luxus, erschienen mir seit meinen jungen Jahren verächtlich.

Mein leidenschaftlicher Sinn für soziale Gerechtigkeit und soziale Verpflichtung stand stets in einem eigentümlichen Gegensatz zu einem ausgesprochenen Mangel an unmittelbarem Anschlußbedürfnis an Menschen und an menschliche Gemeinschaften. Ich bin ein rich­tiger „Einspänner", der dem Staat, der Heimat, dem Freundeskreis, ja, selbst der engeren Familie nie mit ganzem Herzen angehört hat, sondern all diesen Bindungen gegenüber ein nie sich legendes Ge­fühl der Fremdheit und des Bedürfnisses nach Einsamkeit empfun­den hat, ein Gefühl, das sich mit dem Lebensalter noch steigert. Man empfindet scharf, aber ohne Bedauern die Grenze der Verstän­digung und Konsonanz mit anderen Menschen. Wohl verliert ein solcher Mensch einen Teil der Harmlosigkeit und des Unbekümmert-seins, aber er ist dafür von den Meinungen, Gewohnheiten und Ur­teilen der Mitmenschen weitgehend unabhängig und kommt nicht in die Versuchung, sein Gleichgewicht auf solch unsolide Grundlage zu stellen.

Mein politisches Ideal ist das demokratische. Jeder soll als Person respektiert und keiner vergöttert sein. Eine Ironie des Schicksals, daß die ändern Menschen mir selbst viel zuviel Bewunderung und Verehrung entgegengebracht haben, ohne meine Schuld und ohne mein Verdienst. Es mag wohl von dem für viele unerfüllbaren Wunsch herrühren, die paar Gedanken zu verstehen, die ich mit meinen schwachen Kräften in unablässigem Ringen gefunden habe. Ich weiß zwar sehr wohl, daß es zur Erreichung jedes organisatori­schen Zieles nötig ist, daß einer denke, anordne und im Großen die Verantwortung trage. Aber die Geführten sollen nicht gezwungen

9

sein, sondern den Führer wählen können. Ein autokratisches System des Zwanges degeneriert nach meiner Überzeugung in kurzer Zeit. Denn Gewalt zieht stets moralisch Minderwertige an, und es ist nach meiner Überzeugung Gesetz, daß geniale Tyrannen Schurken als Nachfolger haben. Aus diesem Grunde bin ich stets leidenschaftlicher Gegner solcher Systeme gewesen, wie wir es heute in Italien und Rußland erleben. Was die im gegenwärtigen Europa herrschende demokratische Form in Mißkredit gebracht hat, ist nicht der demo­kratischen Grundidee zur Last zu legen, sondern dem Mangel an Stabilität der Spitzen der Regierungen und dem unpersönlichen Charakter des Wahlmodus. Ich glaube aber, daß die Vereinigten Staaten von Nordamerika in dieser Beziehung das Richtige getroffen haben: sie haben nämlich einen auf genügend lange Zeit gewählten, verantwortlichen Präsidenten, der genug Macht hat, um tatsächlich Träger der Verantwortung zu sein. Dagegen schätze ich an unserem Staatsbetrieb die weitergehende Fürsorge für das Individuum im Falle von Krankheit und Not. Als das eigentlich Wertvolle im menschlichen Getriebe empfinde ich nicht den Staat, sondern das schöpferische und fühlende Individuum, die Persönlichkeit: sie allein schafft das Edle und Sublime, während die Herde als solche stumpf im Denken und stumpf im Fühlen bleibt.

Bei diesem Gegenstand komme ich auf die schlimmste Ausgeburt des Herdenwesens zu reden: auf das mir verhaßte Militär! Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied zu einer Musik marschieren kann, dann verachte ich ihn schon; er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig ge­nügen würde. Diesen Schandfleck der Zivilisation sollte man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen. Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalttat und die leidige Vaterländerei, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich erscheint mir der Krieg; ich möchte mich lieber in Stücke schlagen lassen, als mich an einem so elenden Tun beteiligen! Ich denke immerhin so gut von der Menschheit, daß ich glaube, dieser Spuk wäre schon längst ver­schwunden, wenn der gesunde Sinn der Völker nicht von geschäft­lichen und politischen Interessenten durch Schule und Presse syste­matisch korrumpiert würde.

Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wis­senschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern, nicht mehr staunen kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen.

10

Das Erlebnis des Geheimnisvollen — wenn auch mit Furcht gemischt—hat auch die Religion gezeugt. Das Wissen um die Existenz des für uns undurchdringlichen, der Manifestationen tiefster Ver­nunft und leuchtendster Schönheit, die unserer Vernunft nur in ihren primitivsten Formen zugänglich sind, dies Wissen und Fühlen macht wahre Religiosität aus; in diesem Sinn und nur in diesem gehöre ich zu den tief religiösen Menschen. Einen Gott, der die Objekte seines Schaffens belohnt und bestraft, der überhaupt einen Willen hat nach Art desjenigen, den wir an uns selbst erleben, kann ich mir nicht einbilden. Auch ein Individuum, das seinen körperlichen Tod über­dauert, mag und kann ich mir nicht denken; mögen schwache Seelen aus Angst oder lächerlichem Egoismus solche Gedanken nähren. Mir genügt das Mysterium der Ewigkeit des Lebens und das Bewußtsein und die Ahnung von dem wunderbaren Bau des Seienden sowie das ergebene Streben nach dem Begreifen eines noch so winzigen Teiles der in der Natur sich manifestierenden Vernunft.
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