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W.Ritz. Gesammelte Werke. Œuvres. Paris, 1911.

p.503

XXIV.

ZUM

GEGENWÄRTIGEN STAND DES STRAHLUNGSPROBLEMS


(ERWIDERUNG AUF DEN AUFSATZ DES HERRN A. EINSTEIN)

___________________

Physikalische Zeitschrift, 10 Jahrgang, № 7, Seite 224-225.

___________________


Herr Einstein ist der Ansicht (1), das die von mir (2) betonte

Vielfältigkeit der Integrale der Differentialgleichung



(c=Lichtgeschwindichkeit) nicht besteht, wenigstens nicht in dem

Sinne, dass die partikulären Integrale



endlich



nicht denselben Vorgängen entsprechen. Vielmehr komme der erste

____________________

(1) Physikal. Zeitschr., t. X, 1909, p.185.

(2) Œuevres, XYIII, p.493.

p.504^ ŒUVRES DE WALTHER RITZ


Ansatz darauf hinaus, dass man das Feld in (x, y, z, t) berechne
aus gewissen früheren Zuständen, der zweite aus späteren, so dass
die Wahl zwischen und die Art der Berechnung, nicht das
Wesen des Vorgangs berühre. Diese Ansicht ist durchaus unhalt-
bar. Wenn auf einem Körper A zur Zeit t ein mit Strahlung ver-
bundener, sehr kurze Zeit dauernder Vorgang stattfindet, so wird
auf die Elektronen eines in grösserer Entfernung r befindlichen

Körpers B bei der Annahme von ein Impuls wirken zur Zeit

; bei der Annahme von ein solcher zur Zeit (bevor

der Vorgang auf A stattgefunden hat!); bei Annahme von da-

gegen ergeben sich für B zwei Impulse, zu den Zeiten gif" name="object12" align=absmiddle width=39 height=38> und

. Der letztere Vorgang ist also wesentlich verschieden von

den beiden andern, und auch diese sind in allgemeineren Fällen
durch Umkehrung des Vorzeichens der Zeit nicht miteinander zur
Deckung zu bringen. Um eine andere Art der Berechnung han- '
delt es sich hier nicht, sondern um einen ganz anderen Vorgang.
Bei einem endlich begrenzten Räume, meint ferner Herr Ein-
stein, könne man sowohl die Vorgänge durch wie durch dar-
stellen. Dem ist nicht so. Nach bekannten Sätzen kommt zu dem
über die elektrischen Dichten oder Strömungen erstreckten Inte-
gral ( oder) ein Oberflächenintegral hinzu, welches von den-
selben nicht abhängt. In dieser Form kann man sowohl frühere
Zeiten als auch spätere Zeiten zur Berechnung des Feldes heran-
ziehen. Aber die Lorentzsche Annahme besteht eben darin, dass
bei der Anwendung von und Voraussetzung grosser Räume das
Oberflächenintegral wegfällt, woraus folgt, dass es dann bei An-
wendung von bei demselben Vorgang im allgemeinen nicht ver-
schwindet.

Aber neben diesen Integralen ,, bestehen noch eine un-
endliche Anzahl anderer, und es ist ganz unstatthaft, zunächst
überhaupt, wie Herr Einstein es tut, von emittierten und absor-
bierten Feldern zu reden. Wäre es erst gelungen, aus dieser
Mannigfaltigkeit von Lösungen durch irgendeine neue Annahme
, und als allein in Betracht kommend herauszuschälen, so
ist es nicht mehr schwer, durch Bedingungen über die Richtung
des Strahlüngsvektors im Unendlichen, als einziges Integral zu

^ XXIY. – ZUM GEGENWÄRTIGEN STAND DER STRAHLUNGSPROBLEMS p.505


bestimmen. Es handelt sich aber hier um eine viel schwierigere
Frage, und alles was bisher zu ihrer Lösung beigebracht wurde,
müss als unhaltbar zurückgewiesen werden, wie ich an anderer
Stelle (1) eingehend erörtert habe.

Herr Einstein wirft ferner der mit retardierten Kräften operie-
renden Theorie vor, sie könne den Zustand (Energie und Bewe-
gungsgrösse) eines Systems nur unter Hinzuziehung früherer
Zustände des Systems beschreiben, während die partiellen Diffe-
rentialgleichungen den Momentanzustand geben. Aber die Frage
ist, ob dieser Momentanzustand mit den Formeln der retardierten
Potentiale übereinstimmt oder nicht. Im ersteren Falle sagt die
eine Darstellung tatsächlich genau dasselbe aus wie die andere,
in etwas abweichender Form ; im zweiten Fall dagegen ist der Vor-
gang ein solcher, der tatsächlich nie beobachtet wurde. Ist es
gelungen, die Tatsache, dass eine Lösung, die sich nicht aus den
retardierten Potentialen ableiten lässt, nie beobachtet wurde, in
voller Allgemeinheit vermittelst annehmbarer Zusatzhypothesen
aus den partiellen Differentialgleichungen streng abzuleiten, so
wird die Schwierigkeit behoben sein. Bis dahin erblicke ich viel-
mehr in der Tatsache, dass die retardierten Kräfte die einzig
wahren Integrale der Gleichungen sind (gegen den kalten Welt-
raum), und dass in grosser Entfernung infolgedessen die Energie
stets nach aussen hin oder wenigstens nie nach innen strömt, die
Wurzel der Irreversibilität und des zweiten Hauptsatzes. Dass man
durch Ersatz des Bildes « Äther » durch gewisse energetische Vor-
stellungen die besprochenen und manche andere Schwierigkeilen
vermeiden kann, soll an dieser Stelle nicht ausgeführt werden.

Ich muss daher meinen Schluss aufrecht erhallen, dass, solange
man zu noch irgendein willkürliches Integral der Differential-
gleichung



hinzufügen darf, notwendig (auch wenn man auf beschränkte
Räume und vollkommene Spiegel verzichtet) eine der Erfahrung
widersprechende Strahlungsformel nach der Methode Jeans-Lorentz

___________________

(1) W. Ritz, Œuevres, XYIII, p. 145.


p.506 ŒUVRES DE WALTHER RITZ


sich ergeben wird ; dass aber bei Voraussetzung retardierten Poten-
tiale jene Methode deswegen unzulässig ist, weil sie mit einer un-
endlichen Anzahl Elektronen (und einem vollkommenen Spiegel)
operiert.


Göttingen, Februar 1909




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