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Auf dem Weg zu einer Eiszeit



НазваниеAuf dem Weg zu einer Eiszeit
Дата конвертации09.07.2012
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Auf dem Weg zu einer Eiszeit
Wie die Akademie der Wissenschaften die Zukunft sieht

    Wohin wird sich das Klima entwickeln? Und mit welchen Folgen haben die Menschen in Mitteleuropa zu rechnen? Die Erwartungen reichen von einer neuen Eiszeit bis hin zu Befьrchtungen, dass sich wegen des Treibhauseffektes weite Landstriche in Wьsten verwandeln kцnnten. Wie sich die Umwelt seit der letzten Eiszeit verдndert hat und was daraus abzuleiten ist, war Thema eines Symposiums der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
    Um rund ein Grad Celsius sind die Sommer in den letzten 140 Jahren wдrmer geworden. Als Folge dessen ist die vergletscherte* Flдche der Alpen um mehr als die Hдlfte zurьckgegangen, stellte der Innsbrucker Gebirgsforscher Gernot Patzelt fest. Rund 3000 Quadratkilometer Land sind in dieser Zeit aus dem Eis hervorgetreten. Gleichzeitig hat sich aufgrund der wдrmeren Temperaturen die Waldgrenze um 150 Meter nach oben verschoben.
    Trotzdem glaubt Patzelt nicht, dass der Alpenregion eine nachhaltige Ьberwдrmung droht. Denn die menschengemachten Einflьsse seien gegenьber den natьrlichen Klimafaktoren relativ klein. So sei ein Gletscherschwund des heute zu beobachtenden AusmaЯes nichts Einmaliges: Seit dem Ende der letzten Eiszeit vor 10 000 Jahren waren die Gletscher immer wieder einmal so klein wie heute oder sogar noch kleiner.
    Auch unterlag das Klima wдhrend der gesamten Erdgeschichte groЯen Schwankungen - lange bevor der Mensch in diese Ablдufe eingegriffen hat. Bisher konnten, so Patzelt, Beweise fьr insgesamt vier Eiszeiten gefunden werden. Sie waren jeweils durch kьrzere eisfreie Perioden voneinander getrennt.
    Die letzte Eiszeit, das Pleistozдn, dauerte etwa drei Millionen Jahre; und auch wдhrend dieser Eiszeit schwankten die durchschnittlichen Temperaturen ganz erheblich. In den kalten Zeitabschnitten betrug auf dem Gebiet Mitteleuropas die durchschnittliche Januartemperatur zwischen minus 14 und minus 22 Grad Celsius; im Juli waren es etwa plus fьnf bis plus zehn Grad. In den warmen Phasen der Eiszeit дhnelten aber Klima- und Vegetationsverhдltnisse in Mitteleuropa weitgehend denen der Gegenwart. "Die nдchste Eiszeit kommt bestimmt", meint Patzelt. Es kцnne sein, dass die menschengemachte Erwдrmung die Entwicklung nur verzцgert.

Die Eingriffe des Menschen in die klimatischen Verhдltnisse begannen nicht erst mit der Industrialisierung: In Deutschland reichen sie bereits siebentausend Jahre zurьck, bis in das Neolithikum. Wie der Botaniker Burkhard Frenzel von der Universitдt Hohenheim berichtete, waren damals beispielsweise an der Donau etwa 15 Prozent der ursprьnglichen Waldflдche gerodet* und wurden landwirtschaftlich genutzt.
Samenfunde aus dieser Zeit zeigten auЯerdem, dass etwa 50 Hektar Weide- oder Ackerland nцtig waren, um zehn Familien mit 50 Rindern zu ernдhren.
    Bereits diese frьhen Eingriffe in die Waldlandschaft blieben nicht ohne Folgen fьr das regionale Klima: Wo grцЯere Flдchen gerodet waren, sind die Temperaturunterschiede im Jahresverlauf grцЯer geworden als in den bewaldeten Gebieten, da sich hier die Erde im Sommer stдrker erwдrmte und im Winter stдrker abkьhlte. Da die mittlere Temperatur im Sommer um 1,5 Grad hцher lag und im Winter um 1,5 Grad niedriger, ist die Durchschnittstemperatur aber trotz dieser Differenzen gleich geblieben.
    Gegenwдrtig werde jedes Jahr weltweit eine Waldflдche gerodet, die etwa ein Drittel so groЯ ist wie die Bundesrepublik. Welche Konsequenzen das Roden mittel- und langfristig ьber die betroffene Region hinaus hat, lasse sich nur abschдtzen, so Frenzel. Fьr genaue Prognosen, die auch den Einfluss der klimawirksamen Gase wie Kohlendioxid einbeziehen mьssten, fehlen bisher Modelle.
    "Auch wenn wir nicht genau sagen kцnnen, ob das Klima in den nдchsten wenigen hundert Jahren umkippt oder nicht, wдre es falsch, daraus zu folgern, wir kцnnen so weitermachen wie bisher", warnte der Tagungsleiter Horst Hagedorn. Gegenwдrtig sieht er noch gute Chancen, unumkehrbare Entwicklungen zu vermeiden.



*

Gletscher = eine groЯe Masse von Eis in den Alpen. Vergletscherte Flдche = Eisflдche.

*

roden = Bдume mit den Wurzeln entfernen, damit man etwas anderes pflanzen oder Hдuser bauen kann.




Aufgabe: Markieren Sie die richtige Antwort (A, B oder C).

(0)

Wie wird sich das Klima entwickeln?

A.

Es wird eine neue Eiszeit geben.

B.

Es wird heiЯ und trocken werden.

C.

Man weiЯ die Antwort darauf nicht. Lцsung: C




11.

Was war das Thema des Symposiums?

A.

Der Treibhauseffekt und seine Folgen.

B.

Die Entwicklung der Umwelt und die Folgen.

C.

Die Folgen einer neuen Eiszeit fьr Mitteleuropa.




12.

Wozu hat der Anstieg der Temperatur im Sommer gefьhrt?

A.

Die Flдche des Eises in den Alpen ist bis auf kleine Reste geschmolzen.

B.

Durch die Trockenheit gibt es weniger Wдlder in den Alpen.

C.

In den Alpen wachsen die Bдume in hцheren Regionen als frьher.




13.

Wie schдtzt Patzelt das Schmelzen der Gletsche ein?

A.

Als ein Ergebnis des Umweltverhaltens der Menschen.

B.

Als ein in Abstдnden wiederkehrendes Phдnomen.

C.

Als Folge der langsamen Erwдrmung der Erde.




14.

Was geschah im Verlauf der Erdgeschichte?

A.

Das Klima schwankt erst, seit der Mensch in die Natur eingreift.

B.

Die eisfreien Zeiten verkьrzten sich im Laufe der Zeit.

C.

Eiszeiten und eisfreie Zeiten wechselten einander ab.




15.

Was geschah wдhrend der letzten Eiszeit?

A.

Die Temperatur entsprach in den warmen Phasen der heutigen Temperatur.

B.

Die Temperaturen blieben im Sommer und im Winter konstant.

C.

Die Temperaturen schwankten im Winter weniger als im Sommer.







16.

Wann begann der Einfluss des Menschen auf das Klima?







A.

Als die Menschen begannen, das Holz der Wдlder zu nutzen.







B.

Als Menschen anfingen, von Ackerbau und Viehzucht zu leben.







C.

In der Zeit, als die ersten Menschen die Erde bevцlkerten.







17.

Welche Folgen hatte das Roden der Wдlder auf das Klima?

A.

Die Folgen fьr das regionale Klima waren kaum zu spьren.

B.

In den bewaldeten Gebieten kьhlte sich das Klima insgesamt ab.

C.

In gerodeten Gebieten wurde es sommers wдrmer, winters kдlter.




18.

Welchen Schluss zieht Frenzel aus den Daten ьber die Waldrodung?

A.

Die Folgen der Waldrodung kann man nicht genau vorhersehen.

B.

Die Folgen fьr das Klima werden langfristig sehr schwerwiegend sein.

C.

Die Forscher werden bessere Klimamodelle entwickeln kцnnen.




19.

Wie fasst Hagedorn das Ergebnis des Symposiums zusammen?

A.

Es hat sich gezeigt, dass die Forscher auf dem richtigen Weg sind.

B.

Man weiЯ jetzt genauer, wie sich das Klima verдndern wird.

C.

Manche zukьnftige Entwicklungen lassen sich jetzt noch aufhalten.




20.

Anhand welcher Beispiele im Text wird das Thema verdeutlicht?

A.

Rьckgang der Gletscher in den Alpen und Rodung der Wдlder.

B.

Temperaturschwankungen in den Alpen und in der Donauregion.

C.

Ьberwдrmung der Alpen und Gase, die das Klima beeinflussen.




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